Advent

Advent

Der Name kommt vom lateinischen „adventus“ (=Ankunft) und bezeichnet die Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft Christi.
Mit Ankunft ist einerseits die Menschwerdung Christi gemeint, andererseits das endzeitliche Kommen des Erlösers. In den Adventgottesdiensten werden häufig Texte aus dem Alten Testament verwendet, welche die Ankunft des Erlösers prophezeien.
Der Advent beginnt am vierten Sonntag vor dem 25. Dezember – somit liegt der Beginn zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Die Länge der Adventzeit ändert sich also von Jahr zu Jahr und wird durch das Hochfest der Geburt des Herrn beendet.
Mit dem 1. der insgesamt 4 Adventsonntage beginnt neben dem Weihnachtsfestkreis auch das neue Kirchenjahr.

Ursprünglich waren die Wochen vor dem Heiligen Abend eine Fasten- und Bußzeit, wofür die violetten Messgewänder äußeres Zeichen sind. Das hat sich jedoch mittlerweile geändert, so dass eine freudige Vorbereitungszeit entstanden ist, in der die Menschen besinnliche Feiern und caritative Veranstaltungen besuchen. Gerne wird auf Adventmärkte bei Punsch, Glühwein und Lebkuchen gefeiert.

Brauchtum im Advent:

  • Roratemessen: Der Name leitet sich aus dem Eröffnungsvers (Jesaja 45,8) ab. Diese Gottesdienste werden möglichst früh und nur bei Kerzenschein gefeiert.
  • Adventkranz mit 4 Kerzen (liturgische Farben: violett und rosa): Dieser geht auf den evangelischen Theologen Johann Wichern (1808-1881) zurück. Seine Grundidee war es, Kindern die Wartezeit auf Weihnachten zu verkürzen.
  • Herbergssuche (= Frauentragen): Ein Marienbild wandert von Familie zu Familie, wo es für einen Tag aufgenommen und mit Rosenkranzgebet und Adventliedern begrüßt, bzw. verabschiedet wird.
  • Anklöpfeln (vor allem in Tirol und Salzburg): Männliche Sänger als Hirten verkleidet und ziehen an den drei Donnerstagen vor Weihnachten von Haus zu Haus, um das Weihnachtsevangelium zu verkünden.
  • Adventkalender: Vorformen des Adventkalenders gab es bereits im 19. Jahrhundert, wobei dieser Kalender ursprüglich als religiöse Hinführung auf Weihnachten gedacht war.