Peer-Learning-System am Kollegium Kalksburg

Nach zwei Ausbildungsnachmittagen für die angehenden Peers startet das Kollegium Kalksburg mit einem professionellen Peer-Learning-System. Die Peers werden von einem entsprechend ausgebildeten „Coach“ ausgewählt, geschult und betreut. Nach den beiden bereits absolvierten Ausbildungsnachmittagen werden unsere Peers ab dem neuen Schuljahr mit ihrem Coach alle 2-3 Wochen zu weiteren Schulungseinheiten, Vor- und Nachbereitungen zusammenkommen.

Konkret werden unsere Peers die Schülerinnen und Schüler der kommenden 1. Klassen unterstützen:

Für jede 1. Klasse werden jeweils 10-13 Peers zur Verfügung stehen. Sie werden die 1. Klassen regelmäßig besuchen, werden in den KV-Stunden die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer wichtigen Klassenvorstandstätigkeit mit bewährten und erprobten Kooperationsspielen und entsprechenden Übungen unterstützen und den Schülerinnen und Schülern der 1. Klassen „auf Augenhöhe“ mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auf diese Weise ist ein professionelles Peer-Learning-System gleichzeitig eine hilfreiche Maßnahme zur Konflikt- und Gewaltprävention an Schulen.

Was ist professionelles Peer-Learning?

Peer-Learning, ursprünglich aus dem britischen bzw. amerikanischen Bildungssystem stammend, macht aus dem positiven Einfluss, den „Peers“ auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben, ein pädagogisches Konzept. Unter „Peers“ werden „Gleichrangige“ verstanden, die gleiche Rechte und Pflichten haben, sich in einer vergleichbaren Lebenswelt befinden und die einander auf Augenhöhe begegnen. In diesem Zusammenhang werden darunter ausgewählte und speziell ausgebildete Schülerinnen und Schüler (meist aus der Oberstufe) verstanden, die eine besondere Verantwortung im Schulalltag übernehmen und andere Schülerinnen und Schüler (meist aus der Unterstufe) unterstützen. 

„Peers können das Lernen und den Schulalltag positiv beeinflussen: durch Hilfestellung, durch Freundschaft, durch Feedback oder einfach dadurch, dass sie dafür sorgen, dass die Klasse/die Schule ein Ort ist, zu dem Lernende gern gehen“. (John Hattie, Pädagoge, Australien)

 

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