MUTMACHER von VOSÖ SchülerInnen - Märchen

Ein Märchen von Alexander aus der 1b des Missionsprivatgymnasiums St. Rupert in Bischofshofen:
Es war einmal ein kleines Mädchen, das lebte in einer Stadt in den Bergen. Eines Tages brach in der Gegend ein böser Virus aus, und niemand durfte mehr aus dem Haus gehen.
Die Mutter nähte dem Mädchen einen Mundschutz aus roter Seide und sagte: „Trag diesen Mundschutz, so bist du immer gut vor dem bösen Virus geschützt!“ Und so geschah es. Von da an wurde das Mädchen nur noch „Rotmundschützchen“ genannt.
An einem sonnigen Frühlingsmorgen sagte die Mutter: „Rotmundschützchen, dir kann der böse Virus nichts anhaben. Gehe zum Supermarkt und kaufe Kuchen und Wein für die Großmutter!” So machte sich Rotmundschützchen auf den Weg zum Supermarkt. Als es dort ankam, wartete schon der böse Virus. Er hatte einen hinterlistigen Plan, doch seht selbst: Rotmundschützchen kaufte Wein und Brot, doch danach wurde es vom bösen Virus angesprochen, er meinte: „Oh Rotmundschützchen, wohin des Weges?“  „Zur Großmutter“, meinte es, „ich bringe ihr Wein und Kuchen.“ Der Virus antwortete: „Bringe ihr doch auch ein paar von diesen köstlichen Äpfeln hier, koste mal!“ Rotmundschützchen nahm den Mundschutz ab und biss in einen Apfel. 
Da war es schon geschehen, der Virus infizierte es sofort. Rotmundschützchen bemerkte nichts, bedankte sich für die Äpfel und machte sich auf den Weg zur Großmutter. Schon als sie eintrat und sagte: „Großmutter! Ich habe Wein, Kuchen und Äpfel für dich!“, hatte der böse Virus auch schon die Großmutter angesteckt. Ein paar Minuten später bekamen beide hohes Fieber und furchtbare Bauchschmerzen und mussten sich hinlegen. 
Als der Virus schon fast komplett in die beiden eingedrungen war, kam zufällig der Doktor vorbei und sah, dass sich Rotmundschützchen und seine Großmutter vor Schmerz krümmten. Er wusste, dass hier etwas nicht stimmte. „Das kann nur der böse Virus gewesen sein!“, rief er aus. Er untersuchte die beiden und fand heraus, dass sie sich infiziert hatten. Er schnitt ihnen den Bauch auf und holte die Viren heraus. Als er den Bauch wieder zugenäht hatte, waren Rotmundschützchen und die Großmutter sehr dankbar. Als es ihnen wieder besser ging, feierten sie ein großes Fest, zu dem sie all ihre Freunde und Verwandten einluden. Und daraus hatte Rotmundschützchen gelernt: Man sollte, wenn ein Virus umgeht, niemals seinen Mundschutz abnehmen! 
Alexander S., 1B - Missionsgymnasium St. Rupert
 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.